Mittelgroße Hunderassen: Rassen zwischen 40 und 59 cm Stockmaß

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Zwei mittelgroße Hunde im Gras sitzend

Mittelgroße Hunderassen haben eine große Beliebtheit erreicht. Dies ist vor allem aufgrund ihrer guten Größe und ihres Charakters der Grund. Was mittelgroße Hunde ausmacht, welche Charaktereigenschaften sie haben und welche Hunderassen es in dieser Größe gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Widerristhöhe eines mittelgroßen Hundes beträgt 40 bis 59 cm
  • Mittelgroße Hunderassen können ein Gewicht zwischen 8 und 40 kg haben
  • Die Lebenserwartung reicht ungefähr von 10 bis 15 Jahren
  • Meist benötigen mittelgroße Hunde viel Bewegung und Beschäftigung
  • Hunde mit mittlerer Größe sind meist ideale Familienhunde

Hintergründe: Was Du über mittelgroße Hunderassen wissen solltest

Hier erfährst Du, wie sich mittelgroße Hunderassen von anderen unterscheiden und welche Eigenschaften sie haben.

Was versteht man unter mittelgroßen Hunden?

Mittelgroße Hunde haben ein Stockmaß von 40 bis 59 cm. Um dies zu messen, wird die Widerristhöhe des Hundes genommen. Diese ist die höchste Stelle des Hundekörpers bei gesenktem Kopf. Zum Messen wird nun einfach ein Maßstab neben die Vorderpfoten gehalten und die Höhe von den Pfoten bis zum Widerrist abgelesen.

Gut zu wissen: Aufgrund ihrer Größe sind mittelgroße Hunde ideal für die Wohnung geeignet. Auch als Stadthunde eignen sie sich sehr gut.

Welchen Charakter haben mittelgroße Hunde?

Oftmals sind mittelgroße Hunde relativ aktiv. Das bedeutet, sie wollen sowohl körperlich als auch geistig beschäftigt werden. Wer einen Familienhund sucht, ist bei dieser Größe von Hunden genau richtig. Aufgrund ihrer geduldigen Art sowie ihrer Unempfindlichkeit sind sie ideal für Haushalte mit Kindern geeignet.

Gut zu wissen: Obwohl diese Charaktereigenschaften auf viele mittelgroße Hunde zutreffen, sollte man sich jede Hunderasse speziell anschauen. Denn natürlich gibt es teils sogar große Unterschiede im Verhalten.

Gesundheitliche Aspekte von mittelgroßen Hunden

Im Gegensatz zu großen Hunden wie beispielsweise der Deutschen Dogge haben Hunde mit mittlerer Größe ein langsameres Wachstum. Dies führt dazu, dass sie nicht so häufig an Problemen des Gelenks oder der Knochen erkranken. Außerdem wurde der Körper und die Beine nicht extra klein gezüchtet, wodurch auch in diese Richtung Erkrankungen seltener auftreten. Da diese Hundegröße also weniger stark in eine Richtung gezüchtet wurde, sind sie meist gesünder und haben eine höhere Lebenserwartung. So können sie bis zu 15 Jahre alt werden

Mittelgroße Hunde: 10 Rassen im Überblick

Es gibt eine große Anzahl an mittelgroßen Hunden. Damit Du Dir einen Überblick verschaffen kannst, haben wir für Dich 10 Rassen herausgesucht und das Wichtigste hier zusammengestellt.

Labrador Retriever

Der Labrador Retriever gehört zu den beliebtesten Hunderassen. Er hat einen kräftig gebauten, muskulösen Körper sowie ein eher dichtes, kurzes Fell. Seine Fellfarben sind schwarz, gelb oder schokobraun. Der Labrador kann eine Widerristhöhe von 57 cm erreichen und wiegt mit seinen 25 bis 36 kg relativ viel für einen mittelgroßen Hund. Er hat eine Lebenserwartung von bis zu 12 Jahren.

Der Labrador Retriever ist sehr ausgeglichen und freundlich, weshalb er als idealer Familienhund gilt. Er kann sich gut an sein Umfeld anpassen und zeigt keine Anzeichen aggressiven oder scheuen Verhaltens. Da er sehr aktiv und intelligent ist, braucht er Bewegung und Beschäftigung, die ihm nicht langweilig wird.

Labrador Retriever im Laub liegend

Aufgrund seiner überaus freundlichen und gelehrigen Art gehört der Labrador Retriever zu den beliebtesten Hunderassen.

Gut zu wissen: Da der Labrador Retriever seinem Besitzer gefallen möchte, lernt er gerne und schnell Neues und ist sehr gehorsam. Aufgrund dessen werden Labradore oft als Blindenführhunde oder Rettungs- und Lawinensuchhunde ausgebildet.

American Pitbull Terrier

Der American Pitbull Terrier hat einen kompakten, muskulösen Körper und einen relativ bulligen Kopf. Er kann bis zu 53 cm groß und bis zu 27 kg schwer sein. Das kurze Fell des Pitbulls ist in allen Farben erlaubt, außer der Farbe Merle. Sie können etwa 12 Jahre alt werden.

American Pitbull Terrier werden oft als Kampfhunde abgestempelt, haben aber generell kein Problem damit, dem Besitzer gegenüber unterwürfig zu sein. Hat er eine gute Sozialisierung durchlebt ist der Pitbull ein sanftmütiger und verspielter Hund, der sehr gut für Familien geeignet ist. Aufgrund seiner hohen Reizschwelle sind auch Kinder kein Problem. Der Pitbull ist neben seiner treuen und anhänglichen Art ein intelligenter sowie mutiger Hund.

American Pitbull Terrier im Laub liegend und spielend

Der Pitbull wird oft als gefährlich eingeschätzt, dabei ist er sehr freundlich und geduldig und daher ein idealer Familienhund.

Gut zu wissen: In Deutschland gelten in den verschiedenen Bundesländern verschiedene Regeln für die Haltung eines American Pitbull Terriers. So muss teilweise beispielsweise ein Wesenstest durchgeführt werden, um diese Rasse halten zu dürfen.

Chow-Chow

Der Chow-Chow hat gerade abstehendes Fell und eine auffällige Mähne. Er hat eine kompakte Statur und kann bei einem Gewicht um die 30 kg bis zu 56 cm groß werden. Obwohl längeres Fell häufiger anzutreffen ist, gibt es auch Kurzhaar-Chow-Chows. Die Fellfarben können schwarz, rot, blau, rehfarben, creme oder weiß sein. Der Chow-Chow ist bekannt für seine blaue Zunge, Gaumen sowie Lefzen. Eine wissenschaftliche Erklärung gibt es hierfür nicht wirklich, vermutet wird, dass es etwas mit der Durchblutung oder der Regelung der Temperatur zu tun hat.

Der Chow-Chow ist ein relativ unabhängiger Hund, der bisweilen auch stur sein kann. Auch hier ist eine frühe Sozialisierung sehr wichtig für das spätere Zusammenleben. Dann kann der Chow-Chow aber ein ruhiger und gelassener Hund sein. Er ist weniger aktiv, sondern eher gemütlich. Aufgrund seiner Unabhängigkeit ist ein Spaziergang ohne Leine nicht immer möglich.

Chow-Chow, der in die Kamera blickt

Trotz seines kuscheligen Aussehens sollte man das Temperament des Chow-Chows nicht unterschätzen.

Wichtig: Fremden und anderen Hunden gegenüber verhält sich der Chow-Chow relativ reserviert. Wenn diese aber in seinem Revier auf ihn treffen, kann der Chow-Chow auch aggressives Verhalten zeigen. Aus diesem Grund ist eine konsequente Erziehung von erfahrenen Hundehaltern essenziell.

Eurasier

Der Eurasier hat eine Größe von 48 bis 59 cm und kann 18 bis 32 kg schwer sein. Er hat eine dichte Unterwolle sowie ein langes Fell, dass es in allen Farben abgesehen von reinweiß, weiß gescheckt sowie leberfarben gibt. Der Eurasier kann ein Alter von 14 Jahren erreichen.

Der Eurasier ist zum einen sehr anpassungsfähig und zum anderen sehr anhänglich gegenüber seinen Bezugspersonen. Man kann mit ihm gemütlich unterwegs sein, aber auch sportlich, solange man keine Höchstleistungen erreichen möchte. So kann auch sein Temperament von ruhig bis lebhaft sein. Zudem ist der Eurasier unglaublich treu, möchte am liebsten bei allem dabei sein und wird ungern in fremde Hände gegeben. Dennoch hat er seinen eigenen Willen. Der Eurasier ist außerdem sehr intelligent.

Eurasier, der in die Kamera blickt

Wenn Du einen Hund möchtest, den Du überall mit hinnehmen kannst, ist der Eurasier genau der Richtige für Dich.

Labradoodle

Da in der Zucht des Labradoodles kein einheitlicher Standard besteht, kann sowohl die Optik als auch das Wesen relativ unterschiedlich ausfallen. Das Fell des Labradoodles kann demzufolge weich oder rau, gelockt oder glatt und lang- oder kurzhaarig sein. Der Labradoodle ist eine Mischung aus den Rassen Labrador und Pudel. Durch die Kreuzung mit dem Pudel soll der Labrador weniger haaren und so allergikerfreundlich sein.

Der Labradoodle ist ein freundlicher, verschmuster und sozialer Begleiter. Zudem ist er intelligent und lernt schnell. Bei ausreichend Bewegung ist er ein idealer Familienhund.

Labradoodle auf einem Waldweg

Der Labradoodle ähnelt dank seines plüschigen Fells fast einem Teddybär.

Gut zu wissen: Da keine einheitlichen Standards für die Zucht vorhanden sind, gibt es in Europa viele unseriöse Züchter. So muss bei der Wahl des Züchters besonders aufgepasst werden. Wem es außerdem besonders wichtig ist, dass der Labradoodle allergikerfreundlich ist, sollte sich einen Australian Labradoodle zulegen. Diese bestehen aus ganzen 5 Rassen und haben klare Standards, die eingehalten werden müssen.

Samojede

Der Ursprung des Samojede liegt im Westen Sibiriens. Er gehört zu der Kategorie der Schlittenhunde. Durch seine Anordnung der Augen und Lefzenwinkel hat es den Anschein, dass der Samojede lächelt. Er besitzt ein üppiges, immer weißes Fell und hat am Hals und den Schultern eine Art Mähne. Der Samojede kann bis zu 57 cm groß werden und wiegt zwischen 18 und 30 kg. Er hat eine Lebenserwartung von etwa 12 bis 14 Jahren.

Der Samojede ist ein sehr menschenbezogener und anhänglicher Hund, der sehr gut für Familien mit Kindern geeignet ist. Da der Samojede sehr aktiv ist, will er geistig und körperlich beschäftigt werden. Er ist weder scheu noch aggressiv. Der Samojede ist sehr intelligent und selbstbewusst, weswegen er auch mal seinen eigenen Willen durchsetzt. Bei der richtigen Führung des Samojede stellt dies allerdings kein Problem dar.

ein Samojede, der im Wasser steht

Durch seine besondere Stellung der Augen und Lefzenwinkel hat der Samojede immer einen freudigen Blick.

Shar-Pei

Der Shar-Pei hat ein kurzes, raues Fell, dass in allen Farben außer weiß erlaubt ist. Er hat Falten an Kopf und Widerrist. Wie der Chow-Chow hat auch er eine blaue Zunge, was auf eine Verwandtschaft mit diesem hindeutet. Der Shar-Pei kann eine Widerristhöhe bis zu 51 cm erreichen und wiegt dabei 18 bis 25 kg.

Der Shar-Pei ist gegenüber seiner Familie und Bezugsperson ein treuer und liebevoller Hund. Er ist außerdem geeignet für Familien mit Kindern, da er gelassen und gutmütig ist. Er ist eher wenig verspielt, braucht aber eine starke Bindung zu seinem Besitzer. Da er anderen Hunden und Tieren gegenüber sehr dominant sein kann, sollte man den Shar-Pei gut sozialisieren und Wert auf eine konsequente Erziehung legen.

ein liegender Shar-Pei

Shar-Peis haben als Welpen noch sehr viel mehr Falten. Wenn sie jedoch ausgewachsen sind, haben sie nur noch Falten am Kopf sowie am Widerrist.

Siberian Husky

Der Siberian Husky hat eine meist weiße Unterwolle sowie ein mittellanges Deckhaar, das verschiedene Farben wie weiß, rot oder schwarz haben kann. Die Größe variiert von 50 bis 59 cm wobei sein Gewicht 15 bis 28 kg ist. Der Siberian Husky kann bis zu 15 Jahre alt werden. Neben den charakteristischen blauen Augen können Huskys auch bernsteinfarbene Augen oder sogar zwei unterschiedliche Augenfarben haben.

Der Siberian Husky ist ein freundlicher Hund sowohl gegenüber seines Besitzers als auch Fremden. Aufgrund seines lebhaften Verhaltens braucht er viel Bewegung. Der Husky kann sehr eigenständig sein und hat einen Jagdtrieb. Deshalb kann nicht jeder Siberian Husky ohne Leine geführt werden.

ein im Schnee liegender Siberian Husky

Das Muster des Fells des Siberian Husky kann diese Rasse schon mal grimmig aussehen lassen. Dabei ist der Husky ein ausgesprochen freundlicher Hund.

Elo

Bei dieser Hunderasse ist das Aussehen zweitrangig. Denn der Elo wurde so gezüchtet, dass sein Wesen optimal als Familienhund geeignet ist. Die Rasse wurde aus einem Old English Sheepdog, einem Chow-Chow sowie einem Eurasier gezüchtet. Es gibt kleine Elos, die eine Widerristhöhe bis 45 cm und dabei ein Gewicht von 15 kg haben, sowie große Elos bis zu 60 cm und einem Gewicht von 35 kg. Zudem kann das Fell glatt- oder rauhaarig sein und taucht in allen Farben abgesehen von Merle auf. Aufgrund der guten Zucht kann der Elo bis zu 15 Jahre alt werden.

Der Elo hat ein eher ruhiges Temperament. Er verträgt sich sehr gut mit anderen Hunden und Tieren, sodass es kein Problem ist, wenn bereits Haustiere vorhanden sind. Der Elo neigt nicht zum Bellen und hat wenig bis gar keinen Jagdtrieb. Dennoch braucht der Elo eine erfahrene und konsequente Führung, da er sonst dazu neigt, seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

rauhaariger Elo auf einer Wiese

Elos können glattes oder raues Fell haben. Hier siehst Du einen rauhaarigen Elo.

Australian Shepherd

Der Australian Shepherd hat einen muskulösen und kräftigen Körper, der dennoch sehr beweglich ist. Er hat ein glattes, gewelltes Fell, das in vielen Farbvariationen zu finden ist. Die vier Grundfarben sind schwarz, rot, blau-merle sowie rot-merle. Auch die Augen in den Farben blau, braun und bernsteinfarben können in den verschiedensten Variationen auftreten.

Der Australian Shepherd ist ausgesprochen lebhaft und besitzt eine hohe Ausdauer. Er ist einerseits ein Arbeitshund, weshalb er sehr viel Beschäftigung braucht. Andererseits ist er ein idealer Familienhund. So ist der Australian Shepherd intelligent, gelehrig und sehr menschenbezogen. Er kann sich gut unterordnen und lernt schnell. Dennoch hat der Australian Shepherd manchmal auch seinen eigenen Kopf.

Australian Shepherd

Der Australian Shepherd ist bekannt für seine besonderen hellblauen Augen. Diese können sogar zwei unterschiedliche Farben haben.

Trivia: Was Du sonst noch über mittelgroße Hunderassen wissen solltest

Im Folgenden findest Du weitere interessante Informationen zu Hunden mittlerer Größe.

Weitere mittelgroße Hunderassen

Hier haben wir für Dich noch weitere mittelgroße Hunderassen zusammengestellt und sie in die zugehörigen FCI-Gruppe eingeteilt. Wenn Du mehr über diese Hunderassen wissen möchtest, schau doch hier vorbei.

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 5
Australian Cattle Dog Appenzeller Sennenhund American Staffordshire Terrier Basenji
Australian Shepherd Deutscher Boxer Bullterrier Hokkaido
Border Collie Deutscher Pinscher Irish Soft Coated Wheaten Terrier Kai
Puli Entlebucher Sennenhund Irish Terrier Westsibirischer Laika
Shetland Sheepdog Schnauzer Welsh Terrier Wolfsspitz

In Gruppe 1 befinden sich Hüte- und Treibhunde, in Gruppe 2 Pinscher, Schnauzer, Molosser, und Schweizer Sennenhunde. Gruppe 3 beinhaltet Terrier und die fünfte Gruppe Spitze sowie Hunde vom Urtyp.

Gruppe 6 Gruppe 7 Gruppe 8 Gruppe 9
American Foxhound Deutsch Kurzhaar American Cocker Spaniel Kromfohrländer
Dalmatiner Epagneul Breton English Springer Spaniel Tibet-Terrier
English Foxhound Kleiner Münsterländer Golden Retriever
Polnische Bracke Lagotto Romagnolo
Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Gruppe 6 schließt Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen mit ein und Gruppe 7 Vorstehhunde. In Gruppe 8 befinden sich Apportierhunde, Stöberhunde sowie Wasserhunde und in Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde.

Gut zu wissen: Der FCI ist eine weltweite Organisation der Kynologie, also der Lehre, die sich mit Rassen, der Zucht, Pflege, Erziehung, Verhalten und Erkrankungen von Hunden auseinandersetzt.

Fazit

Viele mittelgroße Hunde haben ein intelligentes und aktives Wesen. Dennoch sollte man bei der Entscheidung für eine Hunderasse immer nochmal genau schauen, welche Charakterzüge diese hat, da sie sich immer voneinander unterscheiden können. Mittelgroße Hunde sind ideal für die Haltung in der Wohnung und meist gute Familienhunde. Sie haben eine relativ hohe Lebenserwartung und sind meist gesünder als größere oder sehr kleine Hunde.

Weiterführende Quellen

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