Mini-Hunderassen: Rassen bis 30 cm Schulterhöhe

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Chihuahua-Welpe in einer Tasse.

Kleine oder Mini-Hunderassen werden immer beliebter. Sie eignen sich besonders in kleinen Wohnungen und der Großstadt. Welche Mini-Hunderassen es gibt, was sie ausmacht und noch viel mehr, findest Du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mini-Hunderassen haben eine maximale Widerristhöhe von 30 cm
  • Mini-Hunderassen haben ihren Ursprung in den verschiedensten Ländern
  • die kleinste Hunderasse der Welt ist der Chihuahua
  • kleine Hunde sind häufig krankheitsanfälliger als große Hunde
  • kleine Hunderassen eignen sich besonders für Familien mit kleinen Wohnungen

Hintergründe: Was Du über Mini-Hunderassen wissen solltest

Hier findest Du die wichtigsten Aspekte, die Du über Mini-Hunderassen wissen solltest.

Was sind Mini-Hunderassen?

Zu Mini-Hunderassen werden Hunderassen gezählt die eine Widerristhöhe bis 30 cm haben. Ein großer Vorteil von Mini-Hunderassen ist, dass sie wenig Platz brauchen und sich von daher besonders für kleine Wohnung und Großstädte eignen. Mini-Hunde können zudem leichter transportiert werden, da sie in Taschen oder kleine Transportboxen passen. Hunde bis acht Kilogramm dürfen in den meisten Flugzeugen sogar mit in der Kabine fliegen.

Gesundheitliche Risiken bei Mini-Hunderassen

Kleine oder Mini-Hunde werden extra so klein gezüchtet. Das kann gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Viele kleine Hunde leiden an orthopädischen Problemen. Kleine Hunde leiden eher an parodontalen, also den Zahnapparat betreffenden, Krankheiten als größere Hunde. Auch für andere Krankheiten sind Mini-Hunderassen anfälliger.

Weitere Risiken sind, dass unseriöse Züchter unterentwickelte Tiere für die Zucht nehmen, die Welpen zu früh abgeben oder das richtige Futter enthalten. Wenn Du Dich für eine Mini-Hunderasse entscheidest, solltest Du sichergehen, einen Welpen von einem seriösen Züchter zu kaufen.

Mini-Hunderassen: 10 Rassen im Überblick

Wir haben für Dich die kleinsten Hunderassen zusammengesucht und stellen sie Dir näher vor.

Chihuahua

Der Chihuahua gilt als die kleinste Hunderasse der Welt. Sie kommt aus Mexiko und wurde nach dem größten Staat des Landes benannt. Chihuahua werden nach ihrem Gewicht bemessen. Ihr Idealgewicht liegt zwischen 1,5 und 3 kg. Es wird zwischen Kurzhaar und Langhaar Chihuahuas unterschieden. Chihuahuas gibt es in allen möglichen Farben und Variationen.

Chihuahua auf Wiese

Chihuahuas sind die kleinste Hunderasse der Welt.

Der Chihuahua ist selbstbewusst, mutig und steht gerne im Mittelpunkt. Er fordert Aufmerksamkeit und kann sich im Umgang mit anderen Hunden schonmal überschätzen. Sie sind aufmerksam und intelligent und können als Wach- oder Therapiehund eingesetzt werden.

Dackel

Der Dackel wird in drei Varietäten unterteilt: der Standard Dackel, der Zwergdackel und der Kaninchen Dackel. Zudem wird zwischen Langhaar, Rauhaar und Kurzhaar Dackeln unterschieden. Je nach Varietät fällt die Widerristhöhe des Dackels aus. Die kleinste Varietät sind die Kaninchen-Dackel. Es gibt den Dackel in allen möglich Fellfarben.

Dackel auf Wiese

Dackel wurden früher für die Jagd von Dachsen gezüchtet.

Dackel sind sehr selbstbewusst. Das ist auch gut so, denn sie sind Jagdhunde und müssen bei der Jagd eigene Entscheidungen treffen können. Sie sind weniger anhängig, freundlich und ausgeglichen. Ihr Wesen ist zudem weder ängstlich noch aggressiv.

Havaneser

Der Havaneser hat seinen Ursprung im westlichen Mittelmeerbecken. Er kann bis zu 29 cm groß werden. Sein Fell besteht aus der dünnen Unterwolle und dem langen Deckhaar. Das Deckhaar kann glatt oder wellig sein und vereinzelt lockige Strähnen entwickeln. Die Farbe des Felles kann reinweiß, braun, grau, beige oder gefleckt sein.

Havaneser auf Wiese

Havaneser haben ihren Namen von der kubanischen Hauptstadt Havanna.

Havaneser eignen sich besonders als Familienhund. Sie lieben Kinder sind verspielt und fröhlich. Zudem sind sie wachsam und können leicht zum Wachhund erzogen werden. Sie sind Fremden gegenüber aufgeschlossen und bellen, wenn sie ausgelastet sind, nicht. Insgesamt sind Havaneser sehr unkomplizierte Hunde.

Malteser

Der Ursprung der Malteser kann nicht genau bestimmt werden. Es gibt aber Nachweise dafür, dass es den Malteser schon in der Antike gegeben haben muss. Sie werden bis zu 25 cm groß und wiegen zwischen 3 und 4 Kilogramm. Ihr Fell ist lang, glatt und glänzend. Die Farbe des Fells ist Weiß oder Elfenbein.

Malteser

Malteser haben immer ein weißes Fell.

Malteser sind anhänglich und mögen es nicht gerne alleine zu sein. Sie sind Fremden gegenüber wachsam und haben am liebsten ihre Bezugsperson um sich herum. Der FCI beschreibt den Malteser als intelligent, freundlich und lebhaft.

Wusstest Du schon? Im Grabmal von Pharao Ramses II. sind Statuetten gefunden worden, die dem heutigen Malteser ähneln.

Shih Tzu

Der Shih Tzu hat seine Ursprünge in Tibet. Sie erreichen eine Höhe von maximal 27 cm und haben ein Idealgewicht zwischen 4,5 bis 7,5 kg. Das Fell des Shih Tzu ist lang, dicht und kann leichte Wellen haben. Laut FCI sind alle Fellfarben erlaubt. Der Shih Tzu soll schon im 7. Jahrhundert in Klostern in Tibet gelebt haben.

Shih Tzu auf Straße

Das Fell des Shih Tzu muss ständig gepflegt werden.

Shih Tzu sind lebhaft, intelligent und aufmerksam. Sie sind sehr unabhängig und wirken so schnell arrogant. Dabei ist der Shih Tzu freundlich und aufgeschlossen gegenüber Menschen und anderen Hunden.

Wusstest Du schon? Das chinesische Wort „Shih Tzu“ bedeutet „Löwe“.

Terrier

Es gibt viele verschiedene Terrier. Einige von ihnen werden nicht größer als 30 cm. Terrier wurden ursprünglich für die Jagd gezüchtet. Heute haben sie verschiedene Einsatzzwecke und es haben nicht mehr alle Terrierrassen einen starken Jagdtrieb. Die FCI hat Terrier in der dritten Gruppe (Terrier) in hochläufige, niederläufige, bullartige und Zwerg-Terrier unterteilt. Wir stellen Dir die Rassen unter 30 cm vor.

Australian Silky Terrier 

Der Australian Silky Terrier hat wie der Name vermuten lässt seinen Ursprung in Australien. Er wird zwischen 23 und 26 cm groß. Den Angaben der FCI zu Folge muss das Fell des Australian Silky Terriers fein und anliegend sein. Es sollte zudem seidenartig sein und glänzend. Das Fell des Hundes kann jede Schattierung von blau und loh haben. Bei der Geburt sind die Welpen immer schwarz.

Australian Silky Terrier

Der Australian Silky Terrier verdankt seinen Namen seinem seidenartigem Fell.

Das Wesen des Silky Terriers weist die charakteristischen Merkmale des Terriers auf. Er ist lebhaft, wachsam und mutig. Er eignet sich besonders als Hüte- oder Familienhund.

English Toy Terrier

Der English Toy Terrier hat seine Ursprünge in Großbritannien. Sie werden bis zu 30 cm groß und haben ein Idealgewicht zwischen 2,7 und 3,6 kg. Das Fell des Toy-Terriers ist kurz, dicht und eng anliegend. Es ist schwarz oder lohfarben, wobei die beiden Farbtöne nicht ineinander übergehen.

Der English Toy Terrier hat typische Terrier-Eigenschaften. Er ist wachsam und selbstbewusst. Er hat einen starken Jagdtrieb und ist sehr bewegungsfreudig. Trotzdem eignet sich der English Toy auch als Familienhund.

Yorkshire Terrier

Auch der Yorkshire Terrier hat seinen Ursprung in Großbritannien. Er wird zwischen 18 und 23 cm groß und hat ein Idealgewicht von 3,2 kg. Das Fell des Hundes ist mittellang und glatt. Die Textur des Fells ist fein und seiden.

Yorkshire Terrier

Die Aufgabe des Yorkshire Terrier in der Vergangenheit war es, Ratten und Mäuse zu fangen.

Das Wesen des Terriers wird als lebhaft und trotzdem ausgeglichen beschrieben. Er ist äußerst selbstbewusst und kann sich schon mal selbst überschätzen. Er schreckt vor Fremden Menschen oder großen Hunden nicht zurück und bewacht sein Haus sorgfältig. Aufgrund seines Charakters ist der Yorkshire Terrier besonders als Wachhund geeignet. Bei guter und konsequenter Erziehung ist er zudem ein guter Begleit- und Gesellschaftshund.

Welsh Corgi Pembroke

Der Welsh Corgi Pembroke hat seinen Ursprung in Großbritannien. Er kann zwischen 25 und 30 cm groß werden und ein Gewicht von 9 bis 12 kg erreichen. Der Welsh Corgi Pembroke ähnelt dem Welsh Corgi Cardigan stark. Er ist etwas kompakter und hat kleinere Ohren. Der Welsh Corgi Pembroke kommt in den Farben Rot, Zobel, Schwarz und Rot gemischt mit jeweils weißen Abzeichen vor. Er hat eine natürlich verkürzte Rute und mittellanges gerades Haar.

Welsh Corgi Pembroke

Die britische Königin Elisabeth II. züchtete Jahre lang Welsh Corgi Pembroke.

Das Wesen des Welsh Corgi Pembroke wird als selbstbewusst, klug und geschickt beschrieben. Sie sind zudem sehr agil und bewegen sich gerne. Der Pembroke gehört nach der Einteilung der FCI der ersten Gruppe (Hüte- und Treibhunde) an. Seine Hüteverhalten erkennt man unter anderem an seinem wachsamen Charakter.

Einer Legende zufolge diente der Pembroke den walisischen Feen als Reit- und Hütehund.

Zwergspitz

Der Zwergspitz hat seinen Ursprung in Deutschland. Er ist die kleinste Varietät der deutschen Spitze und wird auch Pomeranian genannt. Zwergspitze erreichen eine Widerristhöhe von bis zu 24 cm. Das Fell der Hunde kann schwarz, braun, weiß, orange, graugewolkt oder andersfarbig sein. Der Pomeranian hat ein doppeltes Haarkleid. Die dicke Unterwolle und ein langes abstehendes Deckhaar.

Zwergspitz auf Wiese

Zwerspitz werden auch Pomeranian genannt und sind die kleinste Varietät der deutschen Spitze.

Der Charakter des Zwergspitz macht ihn zum idealen Familien- und Begleithunden. Er ist sehr anhänglich, gelehrig und leicht zu erziehen. Zudem ist er aufmerksam und lebhaft, was ihn zu einem guten Wachhund macht.

Trivia: Was Du sonst noch über Mini-Hunderassen wissen solltest

Weiter interessante Informationen zu kleinen Hunderassen findest Du hier.

Der kleinste Hund der Welt

2013 war die Chihuahua Hündin Milly aus Puerto Rico laut Guinness World Records der kleinste Hund der Welt. Sie war gerade mal 9,65 cm hoch. Bei ihrer Geburt soll die Hündin nur 28 g gewogen und auf einen Teelöffel gepasst haben.

Weitere Mini-Hunderassen

Welche kleinen Hunderassen es noch gibt, kannst Du hier nachlesen. Wir haben die Hunderassen nach den Gruppen der FCI eingeteilt. Genauere Informationen zu den einzelnen Rassen findest Du hier.

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 5 Gruppe 9 Nicht anerkannt
Lancashire Heeler Affenpinscher Australian Terrier Kleinspitz Bichon Frisé American Toy Terrier
Zwergpinscher Cairn Terrier Volpino Italiano Bologneser Bolonka Zwetna
Dandie Dinmont Terrier Coton de Tuléar Kyi Leo
West Highland White Terrier Japan chin Maltipoo
Norfolk Terrier Kontinentaler Zwergspaniel
Norwich Terrier Lhasa Apso
Jack Russel Terrier Pekingese
Scottish Terrier Phalene
Skye Terrier Prager Rattler
Tschechischer Terrier Russkiy Toy/Russischer Toy
Tibet Spaniel
Phalene

Fazit

Mini-Hunderassen gibt es einige. Sie unterscheiden sich teilweise sehr stark. Kleine Hunde sind perfekt für kleine Wohnungen und Großstädte, da sie wenig Platz benötigen. Sie sind zudem leicht zu transportieren. Beim Kauf eines kleinen Hundes sollte man auf jeden Fall darauf achten, einen seriösen Züchter zu finden. Die Gesundheit des Hundes sollte nämlich immer an erster Stelle stehen.

Weiterführende Quellen

Weitere Informationen über gesundheitliche Risiken bei kleinen Hunden

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