Hund kastrieren: alles über die Kastration bei Rüden

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Hund kastrieren

Dein Hund kastrieren zu lassen ist eine große Entscheidung. Es bedeutet einen großen Eingriff in den Organismus, deswegen solltest Du Dich gut informieren, um die beste Entscheidung für Deinen Hund zu machen. Wir haben für Dich alle die wichtigsten Informationen zusammen gestellt. In unserem Ratgeber wirst Du finden, was Du über die Kastration wissen solltest. Wie zum Beispiel was es ist, die Vorteile und Nachteile, was solltest Du vor die Operation machen und mehr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Operation um den Hund dauerhaft unfruchtbar zu machen
  • Die Kastration hat viele wichtige Vorteile für den Hund
  • Die Überbevölkerung von Haustieren ist ein großes Problem, deswegen ist die Kastration sehr wichtig
  •  Du solltest auch auf die Nachteile der Kastration achten, obwohl die selten auftreten
  • Spricht immer mit Deinem Tierarzt über die Vorteile, Nachteile und was für Deinen Hund die richtige Entscheidung ist

Was ist Kastration?

Die Kastration ist eine Operation, die als Routineeingriff gilt. Bei Rüden werden die Hoden von dem Körper entfernt, um den Hund dauerhaft unfruchtbar zu machen. Die Operation wird so gemacht: Der Hodensack wird durch einen Schritt eröffnet, dann werden die Samenstränge abgebunden und die Hoden werden entfernt. Manchmal  wird den Hund Stiche benötigen und er wird ein spezialisiertes Hundehalsband brauchen. Das Hundehalsband wird verhindern, dass er den Bereich der Operation lecken. Nach ca. zwei Wochen wird der Schnitt vollständig heilen und Deinen Hund kann ein normales, gesundes Leben führen.

Was Du über die Kastration wissen solltest

Du denkst darüber nach, Deinen Hund zu kastrieren, aber weißt Du nicht genau was es ist, die Vorteile und Nachteile und ob es wichtig ist? In diesem Ratgeber wirst Du alle die wichtigsten Informationen über die Kastration finden. Du solltest Dich Zeit nehmen, um die Fakten zu erfahren, bevor Sie eine Entscheidung über das Verfahren treffen.

Die Vorteile von Kastration

Die Kastration hat viele Vorteile. Eine der berühmtesten und größten Vorteil ist, dass Deinen Hund keine Welpen zeugen wird. Wenn Du mehrere Hunde zu Hause hast, kannst Du sicher sein, dass Deinen Hunden keine unerwartete Schwangerschaft haben werden. Aber jetzt es ist wirklich wichtig, dass den Hunden keine Welpen zeugen, warum? Wenn einen Hund Welpen zeugt, beiträgt man zu der Überbevölkerung von Haustieren. Hunderttausende von Hunden werden jedes Jahr wegen Überbevölkerung in Tierheimen dauerhaft leben oder eingeschläfert, daher ist die Kastration wichtig. Außerdem kann die Kastration das Risiko von einigen Krankheiten geringen. Einige Krankheiten, die die Kastration verhindern kann, sind: Hodenkrebs oder Erkrankungen der Prostata.

Dein Hund wird auch ruhiger sein, weil er weniger Testosteron in seinem System haben wird. Viele Hunde (nicht alle) erzielen weniger Punkte, da er weniger Anreize hat, seine Anwesenheit anzukündigen. Der niedrigere Testosteronspiegel kann Roaming, Aggression, Buckel und andere dominanzbedingte Verhaltensweisen verbessern. Er wird auch weniger aggressiv gegen andere Rüden sein. Bei älteren Hunden verringert die Kastration die Größe einer vergrößerten Prostata.

Die gesundheitlichen und verhaltensbezogenen Vorteile ergeben sich unabhängig davon, ob Deinen Hund ein kleiner Welpe oder ein angesehener Senior ist.

Die Nachteile von Kastration

Eine der Nachteile von der Kastration ist, dass Hunde, die im Erwachsenenalter kastriert wurden, ein etwas höheres Risiko für Komplikationen aufgrund der Operation haben.  Auch Hunde, die übergewichtig oder bei schlechter Gesundheit sind. Aber diese Nachteile kann jedoch von Deinem Tierarzt verwaltet werden, und die Vorteile des Verfahrens überwiegen häufig die Risiken.

Achtung: Du solltest mit Deinem Tierarzt sprechen, wenn diese Risiken Dich betreffen.

Andere Nachteile, die selten auftreten sind: mangelnde körperliche und geistige Reife, Neigung zu Übergewicht, Beibehaltung des Welpenfells, Milztumoren, Knochenkrebs, Prostatakarzinom, orthopädischen Erkrankungen und Inkontinenz.

Wann solltest Du Deinen Hund kastrieren

Du kannst Deinen Hund jederzeit nach acht Wochen kastrieren. Die meisten Tierärzte raten Hundebesitzern bis zur Pubertät mit etwa sechs Monaten zu warten. Sprechen Sie mit Deinem Tierarzt darüber, was für Deinen Hund am besten ist, denn es für jeden Hund anders sein kann.

Kastration Alter

Du solltest immer mit Deinem Tierarzt reden, was das Beste für Deinen Hund ist.

Was solltest Du vor die Operation machen

Die Tierärzten bieten normalerweise präoperative Blutuntersuchungen an, um sicherzustellen, dass Dein Hund für eine Operation gesund genug ist und keine gesundheitlichen Probleme aufweist, die die Wahl der Anästhesie beeinträchtigen könnten. Du solltest alle die Anweisungen Deiner Klinik befolgen, aber im Allgemeinen sollte Dein Hund mindestens acht Stunden vor der Operation nichts essen, da die Anästhesie Übelkeit verursachen kann. Trinkwasser vorher ist normalerweise in Ordnung, aber Du solltest Dich bei Deinem Tierarzt erkundigen.

Was solltest Du nach der Operation erwarten

Die Kastrationsoperation ist normalerweise einfach und unkompliziert. Dein Tierarzt wird Dir Anweisungen für die Nachsorge geben, und Dein Hund wird sich wahrscheinlich innerhalb zwei Wochen vollständig erholen. Hier sind einige Dinge, die Du erwarten kannst, nachdem Dein Hund kastriert wurde:

Normalerweise können Rüden am selben Tag nach Hause gehen. Der Hund kann Übelkeit haben und kann sich für die erste ein oder zwei Tage vom Futter abwendet. Du musst ihm nicht zum Fressen zwingen, es wird ihm gut gehen, auch wenn er ein paar Mahlzeiten verpasst. In den ersten Tagen nach der Operation wird der Hodensack des Hundes geschwollen sein. Wenn der Hund den Einschnitt leckt, wird oft die Schwellung verstärkt. Deswegen wird einen elisabethanischen Kragen empfehlt.

Hund mit Hundekegel nach Kastration

Der Hundekegel oder elisabethanischen Kragen wird für nach der Operation empfiehlt, um die Wunde zu schützen.

Wenn Stiche bei der Operation notwendig waren, müssen diese in der Regel nach etwa sieben bis 10 Tagen entfernt werden. Du solltest auch die Aktivität des Hundes für ein paar Tage beschränken, damit sich der Einschnitt nicht öffnet. Um den Einschnitt herum können leichte Blutergüsse auftreten. Du solltest Dein Tierarzt anrufen, wenn ein Ausfluss aus der Inzision vorliegt oder der Hund übermäßige Schmerzen hat.

Trivia

Wir haben schon Dir gesagt, was Du über die Kastration wissen solltest. Aber vielleicht die folgenden Fragen findest Du interessant.

Wie kannst Du die nahende Geschlechtsreife erkennen?

Wenn Deinen Hund pubertärem Verhalten zeigt, kannst Du die Geschlechtsreife erkennen. Auch wenn er Interesse an der anderen Geschlecht zeigt, kannst Du es erkennen.

Was solltest Du machen, wenn die Hoden Deines Hundes nicht abfallen?

Du musst ihn kastrieren lassen. Der Begriff für diesen Zustand ist Kryptorchismus. Diese Hunde neigen dazu, mehr Hodentumoren zu haben als andere Hunde. Deshalb ist hier eine Kastration besonders empfehlenswert.

Gibt es eine Alternative zu den elisabethanischen Kragen?

Als alternative kannst Du ein “Cloud collar” kaufen. Diese Hundehalsband kann bequemer für Deinen Hund sein, während es dieselbe Arbeit als der elisabethanischen Kragen macht.

Fazit

Dein Hund kastrieren zu lassen ist eine große Entscheidung. Du solltest vor die Entscheidung Dich gut informieren und mit Deinem Tierarzt darüber reden. Denn ob die Kastration die richtige Entscheidung für Deinen Hund ist, hängt von der Gesundheit Deines Hundes ab. Obwohl die Kastration Nachteile hat, treten sie selten auf. Die Kastration hat auch viele andere Vorteile. Zum Beispiel das Risiko einige Krankheiten zu verringern oder das man nicht zu der Überbevölkerung von Haustieren beiträgt. Die Kastration ist eine einfache und unkomplizierte Operation, deswegen ist die Wundheilung relativ schnell und Dein Hund wird derselbe Tag zu Hause sein.

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