Hund chippen: Informationen für Hundehalter

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Glücklicher Hund in der Natur

Was heißt es eigentlich seinen Hund chippen zu lassen? Was ist dieser Mikrochip und warum braucht bzw. hat mein Hund einen? Antworten auf diese und weitere Fragen findest Du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • ein Mikrochip ist ein Transponder, der mit einem Lesegerät ausgelesen werden kann
  • auf dem Mikrochip befinden sich verschiedene Informationen
  • der Chip wird international an die gleiche Stelle implantiert
  • ein Mikrochip kann dabei helfen einen Hund zu identifizieren
  • für eine Reise ins Ausland außerhalb der EU besteht eine Chip-Pflicht

Hintergründe: Was Du über das Chippen von Hunden wissen solltest

Ein Mikrochip ist ein Transponder über den ein verloren gegangener Hund wieder zu seinem Halter zurückgebracht werden kann. Er dient also der Identifizierung des Hundes. Alles, was Du über den Mikrochip wissen solltest, findest Du hier.

Warum chipt man Hunde?

In einigen Bundesländern ist es Pflicht seinen Hund chippen zu lassen. Aber auch wenn es keine Pflicht für ihn gibt, hat der Chip einen großen Vorteil. Wenn Dein Vierbeiner abhaut oder verloren geht, kann er beim Tierarzt durch Auslesen des Chips auf Dich zurückgeführt werden. Er dient also zur Identifikation.

Wie funktioniert der Chip?

Der Chip wird mithilfe einer Art Spritze unter die Haut an der linken Halsseite des Hundes implantiert. Dies ist international so vorgegeben und erleichtert die Identifizierung. Der Mikrochip ist circa zwei Millimeter breit und zwölf Millimeter lang und somit ungefähr so groß wie ein Reiskorn.

Der Chip ist ein Transponder und übermittelt Informationen. Solange der Mikrochip nicht von einem Lesegerät aktiviert wird, ist er inaktiv. Das heißt, dass er keine Strahlung absondert oder eine andere Energiequelle ist. Der Mikrochip übermittelt beim Auslesen folgende Informationen:

  • Herkunftsland des Hundes
  • Mikrochipnummer
  • Hersteller des Mikrochips

Ab welchem Alter werden Hunde gechippt?

Hunde können bereits als Welpe gechippt werden. Wenn Du einen Hund vom Züchter kaufst, sind diese meistens schon gechippt. Wichtig ist dann, dass die Daten auf dem Chip geändert werden.

Kosten

Die Kosten für das Chippen des Hundes hängen einerseits vom Preis des Chips sowie den Tierarztkosten ab. Der Mikrochip kostet je nach Hersteller 30 bis 60 Euro. Je kleiner der Chip ist, umso mehr kostet er. Die Tierarztkosten belaufen sich um die zehn Euro.

Registrierung

Wichtig ist es den Hund nach dem Chippen bei einer darauf spezialisierten Organisation zu registrieren. In Deutschland gibt es mit FINDEFIX und Tasso.e.V zwei Organisationen, bei denen Du Deinen Hund kostenlos anmelden kannst. Bei der Registrierung des Hundes müssen neben der Mikrochipnummer sowohl Angaben zum Hund als auch zum Hundehalter gemacht werden.

Falls sich Deine persönlichen Angaben geändert haben, solltest Du diese unbedingt bei der jeweiligen Organisation ändern. Dies geht über ein jeweiliges Onlineformular!

Trivia: Was Du noch alles über das Chippen von Hunden wissen solltest?

Zusätzliche Informationen rund um das Chippen von Hunden findest Du hier.

Gibt es eine Chip-Pflicht?

In einigen Bundesländern ist es Pflicht seinen Hund chippen zu lassen und in anderen unterliegen nur bestimmte Hunde einer Chip-Pflicht. Meistens sind dies große Hunde oder Hunderassen die auf der Rasseliste stehen. Ob Dein Hund gechippt werden muss, kannst Du bei der Stadtverwaltung erfragen.

Wenn Du mit Deinem Hund eine Urlaubsreise ins nicht-europäische Ausland machen willst, muss Dein Hund egal welcher Rasse er angehört oder welche Größe er hat, gechippt sein. Die Identifikationsnummer des Mikrochips muss zudem in den EU-Heimtierausweis eingetragen sein.

Gibt es Alternativen für das Chippen von Hunden?

Ja, es gibt auch Alternativen zum Mikrochip. Welche das sind, kannst Du hier nachlesen.

GPS Tracker

Ein GPS Tracker hilft dabei Deinen Hund zu orten. Alles, was Du dafür brauchst, ist ein Smartphone und den Tracker an sich. Der Tracker wird am Halsband oder am Geschirr des Hundes angebracht und kann über das Smartphone aufgefunden werden.

Ein GPS Tracker kann in Bundesländern, in denen es keine Chip-Pflicht als Ersatz für den Mikrochip funktionieren. Wenn der Mikrochip Pflicht ist, kannst Du Deinem Hund natürlich trotzdem einen GPS Tracker anziehen.

Tätowierung

Beim Tätowieren wird dem Hund eine Nummer ins Ohr tätowiert. Diese wird dann bei einer Meldestelle registriert. Das Tätowieren erfolgt unter Narkose, da es ein erhöhtes Schmerzrisiko gibt. Ein Nachteil einer Tätowierung ist, dass diese nach einiger Zeit verblassen kann und unleserlich wird. Zudem gibt es noch kein System für die Vergabe der Nummern. So kam es bereits vor, dass Nummern öfter vergeben wurden.

Kann der Chip im Hund verrutschen?

Der Chip verwächst nach der Implantation mit dem Gewebe des Hundes. Dadurch wird verhindert, dass sich der Chip verschieben kann und nicht in unteren Hautschichten gelangt.

Sollte der Chip trotzdem einmal verrutschen, stellt das kein Risiko für den Hund dar. Die ersten Tage nach der Implantation sollte man jedoch vermeiden die Stelle mit dem Chip zu berühren, da dieser noch nicht festgewachsen ist.

Hat der Hund Schmerzen beim Chippen?

Die Implantation des Chips erfolgt ohne Narkose und mithilfe einer Art Spritze. Wie sehr das wehtut, hängt von der Schmerzempfindlichkeit des Hundes ab. Grundsätzlich lässt sich der Schmerz aber mit dem einer Impfung vergleichen.

Fazit

Auch wenn in Deinem Bundesland keine Pflicht besteht, dem Hund einen Chip zu implantieren, solltest Du Deinen Hund chippen lassen. Falls ein Hund mal weggelaufen ist, kann er über den Chip identifiziert werden und schnell an den Halter zurückgegeben werden. Der Chip bringt nur in Ausnahmefällen Risiken mit sich und ist sonst völlig unproblematisch.

Weiterführende Quellen

Weitere Informationen zur Kennzeichnung von Tieren findest Du hier.

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