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Dürfen Hunde Petersilie essen?

Beagle frisst aus braunen Futternapf

Die Verwendung von Heilkräutern ist in der Küche sehr beliebt. So zum Beispiel die Petersilie, die in vielen Gerichten zum Einsatz kommt. Doch ist das grüne Kraut auch im Futter von Hunden eine gesunde und unbedenkliche Zutat?

Was Du unbedingt bei der Fütterung von Petersilie beachten solltest sowie weitere Fakten und Tipps zum Thema Hunde und Petersilie findest Du in diesem Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hunde dürfen in kleinen Mengen Petersilie fressen. Eine Ausnahme gilt für trächtigen Hündinnen und für Hunde, die dazu neigen Nierensteine zu bilden. Diese dürfen das grüne Kraut nicht fressen.
  • Für Hunde unter 10 Kilo reicht eine Prise Petersilie. Hunde über 10 Kilo dürfen maximal ein Teelöffel des Krauts fressen.
  • Petersilie wird giftig für Hunde, wenn das Kraut während der Blüte geerntet wird. Die Samen sind besonders giftig.
  • Die Inhaltsstoffe der Petersilie wirken sich in kleinen Mengen positiv auf die Gesundheit des Hundes aus.
  • Kaufe ausschließlich Petersilie in Bio-Qualität oder ernte das Kraut aus dem eigenen Garten.
  • Spüle die Petersilie gründlich ab.

Dürfen Hunde Petersilie fressen?

Hunde dürfen Petersilie fressen, aber nur in geringen Mengen! Solange Du die passende Menge an Petersilie für Deinen Hund einhältst, kann das grüne Blatt positive gesundheitliche Auswirkungen auf den Hund haben.

Andererseits kann zu viel Petersilie auch gesundheitsschädlich für Vierbeiner sein. Vor allem für trächtige Hündinnen sollte Petersilie tabu sein! Dazu später mehr.

geschnittene Petersilie auf Brett

So wirkt Petersilie auf die Gesundheit des Hundes

Petersilie ist für Menschen und Hunde gesund. Das Kraut hat eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung und zählt zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Vitamin C Gehalt. Neben Vitamin C ist Petersilie reich an Antioxidantien, Vitamin A und K sowie Kalium und Kalzium. Die in Petersilie enthaltenen Antioxidantien und Flavonoiden wirken sich positiv auf das Immunsystem von Hund und Mensch aus.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Inhaltsstoff Menge je 100 g
Eisen 3,6 mg
Kalium 811 mg
Kalzium 179 mg
Magnesium 44 mg

Vitamine

Inhaltsstoff Menge je 100 g
Vitamin A 901 µg
Vitamin B1 0,14 mg
Vitamin B2 0,3 mg
Vitamin B6 0,2 mg
Vitamin C 159 mg
Vitamin E 3,7 mg

Petersilie wirkt harntreibend und beugt so Blasenentzündungen vor. Zudem entgiftet das Kraut Leber und Nieren. Das Vitamin E schützt die Körperzellen, während Vitamin K sich positiv auf die Blutgerinnung und auf das Knochenwachstum auswirkt.

Petersilie hat aber nicht nur viele Vitamine, sondern auch einige Spurenelemente und Mineralstoffe vorzuweisen. Eisen sorgt beispielsweise für den Sauerstofftransport und die Bildung roter Blutkörperchen. Zink beeinflusst dagegen Stoffwechselprozesse und die Fruchtbarkeit.

Petersilie enthält außerdem natürliche ätherische Öle. Die Öle wirken entzündungshemmend und antibakteriell und helfen gegen Magen-Darmbeschwerden.

Tipp: Petersilie enthält viel Vitamin C und stärkt das Immunsystem.

Petersilie hilft bei Hunden gegen Mundgeruch

Petersilie hilft bei Hunden gegen Mundgeruch. Das Kraut enthält nämlich ätherische Öle, die für einen frischen Atem sorgen und streng riechende Gerüche überlagern.

Tipp: Petersilie ist eine kurzfristige, aber schnelle Lösung gegen Mundgeruch.

Durch Petersilie wird aber die Ursache des Mundgeruchs, meist Zahnstein, nicht beseitigt. Auch eine Magen-Darm-Erkrankung kann Mundgeruch bei Hunden verursachen. Die geruchverursachenden Bakterien werden nicht entfernt, sondern bleiben weiterhin bestehen. Hat Dein Vierbeiner öfters Probleme mit unangenehmen Gerüchen aus dem Maul, ist der Rat eines Tierarztes hilfreich, damit die Ursache des Mundgeruchs behoben werden kann.

Lies hier gerne mehr zum Thema Hausmittel, die gegen Mundgeruch bei Hunden behilflich sein können.

In welchen Mengen darf ich meinem Hund Petersilie geben?

Petersilie ist für Hunde nur dann gesund, wenn die verträgliche Menge nicht überschritten wird. Grundsätzlich kannst Du Dich nach folgender Dosierung richten.

  • für Hunde unter 10 Kilogramm ist eine Prise ausreichend
  • Hunde über 10 Kilogramm sollten maximal 1 Teelöffel bekommen
Hinweis: Trächtige Hündinnen dürfen keine Petersilie fressen!
Hinweis: Beim Verzehr von zu viel Petersilie kann es zu einer Vergiftung beim Hund kommen.

Petersilie

Darauf ist bei der Fütterung von Petersilie zu achten

  • Bei trächtigen Hündinnen und Hunden, die zu Nierensteinbildung neigen, sollte keine Petersilie im Futter enthalten sein.
  • Petersilie darf nur in kleinen Mengen Hunden gegeben werden.
  • Wenn Du Deinem Hund Petersilie gibst, sollte diese stets frisch und einwandfrei sein.
  • Achte auf Petersilie in Bio-Qualität. Hierbei besteht keine Belastung durch Spritzmittel. Am besten ist Petersilie aus dem eigenen Garten, die vor der Fütterung gründlich gewaschen werden sollte.
  • Es ist möglich, dass Hunde allergisch auf Petersilie reagieren. Achte bei der ersten Fütterung des Krautes darauf, ob der Hund eine allergische Reaktion zeigt.

Tipps für die Fütterung von Petersilie

Damit die frische Petersilie länger frisch bleibt, kannst Du die Stängel entweder in ein Glas mit Wasser stellen oder in ein feuchtes Tuch wickeln. Dadurch wird das grüne Kraut weiterhin mit Flüssigkeit versorgt die wertvollen Vitamine und ätherischen Öle bleiben größtenteils erhalten.

Wenn Du noch eine extra Portion gesunder Fette in das Futter Deines Vierbeiners mischen möchtest, kannst Du die Petersilie vorab zum Beispiel in Leinöl oder Lachsöl einlegen und bei der Fütterung ein wenig das Futter träufeln.

Es ist hilfreich,die Petersilie klein zu hacken oder zu pürieren und anschließend in die Mahlzeit des Hundes zu mischen. So können sich die positiven Wirkstoffe des gesunden Krauts besonders gut entfalten.

Ist Petersilie in Hundefutter enthalten?

Ja. Aufgrund der gesundheitsfördernden Eigenschaften der Petersilienblätter werden diese auch in Trockenfutter und Nassfutter aus dem Handel gemischt. Zudem enthalten manche  Leckerlis oder Kauartikel kleine Mengen an Petersilie.

Wenn Du Deinen Hund nach dem BARF-Prinzip ernährst, kannst Du natürlich auch die passende Menge des Krauts als gesunde Komponente selbst ins Futter mischen.

Kann ein Hund eine Allergie auf Petersilie haben?

Ja. Manche Hunde können allergisch auf die ätherischen Öle der Petersilie reagieren. Das ist aber nur selten der Fall. Meist äußert sich eine Allergie auf Petersilie bei Hunden mit Durchfall. Bei schwerwiegenden Fällen kann es aber auch zu Atemnot kommen. Dann solltest Du natürlich den Tierarzt kontaktieren, damit Dein Vierbeiner schnell wieder genesen kann.

Sollte Dein Hund auf Petersilie allergisch sein, ist es selbstverständlich das Kraut nicht mehr zu füttern. Auch auf Petersilie, als Zutat in Futtermitteln aus dem Handel, muss vermieden werden.

Welche Hunde sollten keine Petersilie fressen?

Petersilie besitzt Eigenschaften, die den Stoffwechsel fördern und in einem frühen Stadium geburtsbeschleunigend wirken können. Aus diesem Grund sollten trächtige Hündinnen keine Petersilie fressen.

Auch Hunde, die dazu neigen Nierensteine zu bilden, sollten keine Petersilie fressen. Das grüne Kraut enthält nämlich Oxalat, dass die Bildung von Nierensteine begünstigt.

Hinweis: Trächtige Hündinnen und Hunde, die zu Oxalat-Steinbildung neigen, sollten keine Petersilie essen.

Warum ist zu viel Petersilie schädlich für meinen Hund?

Petersilie ist schädlich, wenn zu viel von dem grünen Kraut verzehrt wird. Das liegt an den beiden Inhaltsstoffen Apiol und Oxalat. Oxalat begünstigt die Bildung von Nierensteinen. Je mehr Petersilie ein Hund frisst, desto mehr gelangt vom gesundheitsschädlichen Oxalat in den Körper des Hundes.

Apiol ist in höchster Konzentration in den Samen der Petersilie-Pflanze enthalten. Geringe Mengen von Petersilien-Blättern sind jedoch unschädlich. Frisst der Hund aber zu viel davon, kann es zu folgenden Symptomen einer Vergiftung kommen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Unruhe
  • allergische Reaktionen (zum Beispiel der Haut)
  • Leber- und Nierenschäden
  • Herzrhythmusstörungen
  • frühzeitige Menstruation und Schwangerschaftswehen

Wann wird Petersilie giftig für Hunde?

Petersilie kann giftig für Hunde sein, wenn sie falsch geerntet wird. Zwischen Juni und Juli beginnt die Blütezeit der Petersilie. In dieser Zeit bildet die Pflanze das giftige Apiol. Vor allem die Samen enthalten einen hohen Anteil an Apiol.

Der Giftstoff kann bei Hunden eine Allergie verursachen und bei einer zu hohen Menge zu Nieren- und Leberschäden führen.  Aus diesem Grund sollte blühende Petersilienpflanzen nicht verzehrt werden. Auch nach der Blüte sollte die Pflanze nicht mehr verwendet werden.

Was tun, wenn der Hund zu viel Petersilie gefressen hat?

Sollte Dein Hund mal zu viel Petersilie gefressen haben, solltest Du ihn genau beobachten. Zeigt er keine Symptome, ist alles in Ordnung.

Wenn Dein Vierbeiner aber Anzeichen einer allergischen Reaktion zeigt, solltest Du mit ihm schnell einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache ausfindig zu machen. Petersilie darfst Du ihm dann natürlich nicht mehr geben.

Fazit

Du kannst Deinem Hund eine kleine Menge Petersilie ins Futter mischen. Je nach Größe des Hundes ist eine Prise bis maximal ein Teelöffel des grünen Krauts völlig ausreichend. Größere Mengen Petersilie können die Gesundheit Deines Vierbeiners schädigen.

Trächtige Hündinnen und Hunde, die zur Bildung von Nierensteinen neigen, sollten unbedingt auf Petersilie verzichten.  Achte darauf, dass die Petersilie Bio-Qualität hat und wasche sie vor der Fütterung gründlich ab.

Weiterführende Links und Recherchequellen

So pflanzt Du Petersilie richtig an. Alles zum Standort, zur Aussaat und Ernte: Mehr erfahren

Disclaimer: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit garantiert werden. Der Beitrag ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Tierarzt. Achte bei der Auswahl der richtigen Nahrungsmittel insbesondere auf Allergien und Vorerkrankungen Deines Hundes.
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