Dürfen Hunde gebratenes Fleisch essen?

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Hund kauf auf Fleisch

Die einfache Antwort lautet Ja. Da der Großteil der Ernährung des Hundes sowieso schon aus Fleisch besteht, ist der Verzehr von gebratenem Fleisch in gewissen Menge unbedenklich. Allerdings sollte diese proteinhaltige Alternative nur als Highlight oder kleine Leckerei ergänzend zum normalen Futter gegeben werden.

So wirkt gebratenes Fleisch auf die Gesundheit des Hundes

Zwar ist gebratenes Fleisch nicht so Nährstoffreich wie rohes Fleisch, allerdings gibst Du Deinem Hund trotzdem wichtige Proteine, Vitamine und Mineralien. Als kohlenhydratarmes Futter kann es Deinem Hund helfen abzunehmen und ihn wieder in Topform zu bringen. Rund ein Fünftel des Muskelfleisches besteht aus hochwertigem Eiweiß.

Auch Eisen und Zink sind in Fleisch in großen Mengen vorhanden. Durch Fleisch erhält Dein Hund auch eine Vielzahl an Vitaminen. Besonders Innereien sind ein guter Lieferant von Vitamin B1 bis hin zu Vitamin B12.

Hier zeigen wir Dir die Nährstoffe von Fleisch am Beispiel von Rindfleisch:

Mineralstoffe und Spurenelemente

Inhaltsstoffe Menge je 100 g
Eiweiß 22 g
Eisen 2,0 mg
Zink 4,5 mg

Vitamine

Inhaltsstoffe Menge je 100 g
Thiamin (Vitamin B1) 0,21 mg
Pyridoxin (Vitamin B6) 0,17 mg
Vitamin B12 4,4 µg
Hinweis: Grillfleisch oder Fleisch was bereits für den menschlichen Verzehr vorbereitet ist, darf auf keinen Fall verfüttert werden. Denn durch die starke Würzung kann Dein Hund Magen-Darm-Reizungen oder Nierenprobleme bekommen.

In welchen Mengen darf ich meinem Hund gebratenes Fleisch geben?

Zwar besteht die Diät eines Hundes fast ausschließlich aus Fleisch, allerdings solltest Du nicht komplett auf gebratenes Fleisch zurückgreifen. Denn durch das Braten wird das Fleisch denaturiert, verliert also eine gewisse Menge wichtiger Nährstoffe.

Als Leckerli oder Belohnung eignet sich gebratenes Fleisch besonders gut. Zudem kannst Du für Deinen Hund für eine Mahlzeit ein paar Stücke Fleisch mitbraten. Somit kannst Du ihn zusätzlich darauf trainieren die Familie nicht beim Essen zu stören.

Hund bekommt Leckerli

Darauf ist bei der Fütterung von gebratenem Fleisch zu achten

  • Besonders Schweinefleisch solltest Du niemals roh verfüttern. Denn ansonsten kann Dein Hund an dem äußerst gefährlichen Aujeszky-Virus erkranken. Achte also darauf, dass das Schweinefleisch gut durch ist.
  • Solltest Du Deinem Hund Fleisch mit Knochen geben, solltest Du ein Auge auf ihn haben. So kannst Du überwachen, ob kein Knochen in der Speise- oder Luftröhre feststeckt.
  • Auch auf abgepacktes Fleisch, egal ob Rind, Schwein oder Geflügel, solltest Du verzichten. Denn durch die meist schlechten Zuchtbedingungen können Medikamente oder sogar antibiotikaresistente Keime im Fleisch vorhanden sein.
  • Für qualitativ hochwertiges Fleisch, welches gut für Deinen Hund ist, kannst Du zum örtlichen Metzger gehen. Dort bekommst Du nicht nur regional produziertes Fleisch, sondern auch allerlei Innereien die Du Deinem Hund mit gutem Gewissen geben kannst.
Tipp: Was wir Menschen nicht mögen, lieben Hunde. Frage Deinen Metzger des Vertrauens nach besonders sehnigen Stücken. Denn das schwer zu kauende Fleisch ist perfekt für Deinen Hund

Fazit

Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen, wenn Du Deinem Hund gebratenes Fleisch gibst. Du solltest allerdings darauf achten ihm nicht zu viel zu geben. Magen-Darm- oder Nierenprobleme können Folge von zu viel Konsum sein. Vor allem gewürztes Fleisch ist besonders schlecht für Deinen Hund.

Das Fleisch sollte also ohne jegliches Gewürz verfüttert werden. Besonders bei Schweinefleisch solltest Du vorsichtig sein und es gut durchbraten. Achte darauf, dass das Fleisch hochwertig ist und greife nicht auf abgepacktes Fleisch zurück.

Weiterführende Links und Recherchequellen

Mehr über den Aujeszky-Virus

Mehr zum Barfen

Disclaimer: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit garantiert werden. Der Beitrag ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Tierarzt. Achte bei der Auswahl der richtigen Nahrungsmittel, insbesondere auf Allergien und Vorerkrankungen Deines Hundes.
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