Dürfen Hunde Fenchel essen?

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on email
Hund isst aus einem Napf

Fenchel ist gesund und sehr vielseitig. Das Gemüse wird schon seit vielen Jahren als Heilmittel bei Bachschmerzen, Blähungen oder auch Erkältungen eingesetzt. Aber gilt das auch beim Hund? In diesem Ratgeber findest Du die Antwort, sowie Wissenswertes und weitere Fakten zu der tollen Knolle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ja, Hunde dürfen Fenchel fressen.
  • Nicht jedem Hund schmeckt Fenchel. Du kannst ihn aber auch püriert unter das Futter mischen.
  • Fenchel wirkt beruhigend auf Magen und Darm.
  • Kaufe am besten Bio-Fenchel.
  • Fenchel solltest Du gut abspülen und die grünen Stängel und Wurzelansätze entfernen.

Dürfen Hunde Fenchel fressen?

Ja, Hunde dürfen Fenchel fressen. Er ist sowohl roh als auch gekocht sehr gut verträglich. Du solltest allerdings beachten, dass der Hundemagen keine Zellwände von Pflanzen aufspalten kann. Deswegen können Hunde die Nährstoffe und Vitamine von Fenchel nur gut aufnehmen, wenn Du die Zellwände bereits zerkleinert hast. Du solltest den Fenchel also bestenfalls pürieren.

So wirkt Fenchel auf die Gesundheit des Hundes

Fenchel ist ein sehr gesundes Gemüse, das kaum Kalorien enthält. Damit ist es auch für Hunde mit Gewichtsproblemen sehr gut geeignet. Es fördert die Verdauung und wirkt wohltuend für Magen und Darm.

Außerdem kann es auch bei Erkältungen helfen. Das liegt vor allem an den in Fenchel enthaltenen ätherischen Ölen. Zudem enthält Fenchel auch die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium, sowie Vitamin A, C, E und einige Vitamine der B-Gruppe.

 

Drei Fenchel-Knollen

Mineralstoffe und Spurenelemente

Inhaltsstoff Menge je 100 g
Kalium 395 mg
Phosphat 50 mg
Kalzium 38 mg
Natrium 25 mg
Magnesium 12 mg
Eisen 2,7 mg
Zink 0,2 mg

Vitamine

Inhaltsstoff Menge je 100 g
Vitamin C 93 mg
Niacin 0,2 mg
Vitamin B1 0,03 mg
Vitamin B2 0,11 mg
Vitamin B6 0,1 mg
Vitamin E 0,1 mg
Vitamin A 783 µg
Folsäure 35 µg

Fenchel enthält vor allem viel Vitamin C, was zur Gesundheit des Hundes beitragen kann. Außerdem sind Vitamin A, E und K enthalten. Vitamin A unterstützt beim Hund eine gesunde Haut und Sehkraft, Vitamin E hat antioxidantische Wirkung und schützt die Zellen und Vitamin K unterstützt die Blutgerinnung und damit die Wundheilung.

Die am meisten vertretenen Mineralstoffe im Fenchel sind Kalium, Kalzium und Magnesium. Magnesium wird in der Muskulatur benötigt und kann zum Beispiel Krämpfen vorbeugen.

Wenn sich Dein Hund also viel bewegt, wird er auch mehr Magnesium brauchen. Kalium hilft unter anderem dabei den Wasserhaushalt zu regulieren und dient zur Reizweiterleitung in Zellen.

Kalzium ist zusammen mit Phosphor eines der Grundbausteine in Knochen und damit sehr wichtig. Da Hunde meist schon sehr viel Phosphor über Fleisch zu sich nehmen, kann Fenchel somit helfen das Kalzium-Phosphor-Verhältnis auszugleichen.

Wusstest Du, dass: Fenchel hat beinahe doppelt so viel Vitamin C wie Orangen!

In welchen Mengen darf ich meinem Hund Fenchel geben?

Wie viel Fenchel Du Deinem Hund geben kannst, hängt natürlich stark von Deinem Hund ab. Je nach Größe, Alter, Sportlichkeit und Gesundheit Deines Hundes solltest Du mehr oder weniger Fenchel verfüttern.

Die Menge wird auch davon abhängen, ob Dein Hund Fenchel überhaupt mag. Je nachdem wie wählerisch Dein Hund ist, wird er größere Mengen Fenchel vielleicht sowieso verschmähen.

Bei einer ausgewogenen Ernährung sollten circa 10-20 % des täglichen Futters aus pflanzlichen Anteilen bestehen. Fenchel ist gut verträglich, enthält aber recht viele ätherische Öle. Zu große Mengen davon können gesundheitlich schädlich sein. Deswegen ist es sinnvoll, Fenchel nicht mehr als 2-3 Mal die Woche unters Futter zu mischen.

Darauf ist bei der Fütterung von Fenchel zu achten

  • Fenchel sollte möglichst frisch verfüttert werden. Die Knolle sollte prall und weiß bis hellgrün sein.
  • Die Knolle sollte vor der Verarbeitung gründlich gewaschen werden. Grüne Stängel und Wurzelansätze solltest Du entfernen. Auch dickere Fasern kannst Du herausschneiden. Zum Pürieren schneidest Du die Wurzel zudem am besten in kleine Scheiben oder Stücke.
  • Bei Obst und Gemüse ist es generell sinnvoll auf Bio-Qualität zu achten. Diese sind nicht mit Pestiziden belastet.
  • Allergien gegen Fenchel können bei Hunden durchaus vorkommen. Es können zudem Kreuzallergien mit Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler wie beispielsweise Thymian, Salbei oder Pfefferminze vorkommen. Du solltest Deinem Hund also erstmal eine geringe Menge Fenchel verfüttern und auf Symptome wie Durchfall, eine laufende Nase oder juckende Hautstellen achten.

Tipps zur Fütterung von Fenchel

Wegen der enthaltenen ätherischen Öle hat Fenchel einen sehr starken Eigengeschmack. Wie auch beim Menschen gibt es Hunde, die diesen Geschmack nicht besonders mögen.

Du kannst den Fenchel also auch mit etwas Wasser pürieren und mit dem Futter Deines Hundes mischen. Ob er roh oder gekocht püriert wird, spielt dabei keine Rolle, denn Fenchel ist in beiden Fällen gut verträglich.Futterschale und Hundepfoten

Weiterführende Links und Recherchequellen

Mehr zur Botanik und zur Zubereitung des Fenchels findest Du hier: mehr erfahren.

Ein Rezept für Hundefutter mit Fenchel findest Du hier: mehr erfahren.

Disclaimer: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit garantiert werden. Der Beitrag ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Tierarzt. Achte bei der Auswahl der richtigen Nahrungsmittel, insbesondere auf Allergien und Vorerkrankungen Deines Hundes.
Rate this post