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Dürfen Hunde Thunfisch fressen?

Thunfisch ist bei Menschen in unterschiedlicher Art und Weise beliebt. Auf der Pizza, im Sushi, aus der Dose oder gegrillt in der Pfanne. Da kann beim Essen der Hund schon mal große Augen bekommen.

Und Du stellst Dir die Frage: „Darf ich meinem Hund etwas abgeben?“ Die Antwort sowie weitere Fakten und Tipps zum Thema Hunde und Thunfisch findest Du in diesem Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hunde dürfen Thunfisch fressen
  • Roher Thunfisch ist leicht verdaulich und für Hunde bekömmlich
  • Thunfisch besitzt eine große Menge gesunder Vitamine
  • Achte auf die Qualität des Thunfisches
  • Thunfisch ist eine bedrohte Fischart, weshalb Du ihn nur in Maßen kaufen solltest!

Dürfen Hunde Thunfisch fressen?

Zuerst die Antwort auf die wichtigste Frage, ob Dein Hund Thunfisch essen darf. Darauf die schnelle Antwort: Ja!

Speisefische, darunter Thunfisch, sind sehr gesund sowohl für Mensch als auch Hund. Besonders gesund und in vitaminreich ist der Fisch in seiner Ursprungsform also roh und unbehandelt. So kannst und solltest Du ihn auch am besten an Deinen Hund verfüttern. Dazu aber mehr im Bereich „Darauf ist bei der Fütterung von Thunfisch zu achten“.

Thunfisch ist zudem leicht verdaulich und in der Regel für jeden Hund bekömmlich. Dazu enthält Thunfisch viele gute und gesunde Nährstoffe. Diese Zusammensetzung ist für den Hund und seine Gesundheit nur von Vorteil.

Welche Vitamine und Mineralien Thunfisch genau enthält und wie sich diese Inhaltsstoffe auf den Hund auswirken, erfährst Du in „So wirkt Thunfisch auf die Gesundheit des Hundes“.

Außerdem schmeckt den meisten Hunden Fisch genau so sehr wie Fleisch. Mithilfe von Thunfisch kannst Du das Futter Deines Vierbeiners aufwerten oder gemeinsam mit Gemüse eine ganze Mahlzeit zubereiten.

So wirkt Thunfisch auf die Gesundheit des Hundes

Neben der Vielfältigkeit an Zubereitungs- und Verwendungsmöglichkeiten, ist Thunfisch ein Träger von vielen gesunden Inhaltsstoffen. Es liefert dem Hund hochwertiges Eiweiß. Eiweiß ist wichtig für den körperlichen Stoffwechsel des Hundes. Dazu besitzt der Fisch wichtige Omega-3 Fettsäuren.

Diese Fettsäuren erfüllen mehrere Zwecke. Sie wirken sich nicht nur positiv auf das Immunsystem des Hundes aus. Auch das Herz-Kreislauf-System und die Durchblutung werden gefördert.

Ein Stück Thunfisch

Das Spurenelement Zink und der Mineralstoff Kupfer sind sehr bedeutend für das Immunsystem und stärken dieses. Daneben tragen sie zur Verbesserung des Felles bei und machen dieses dichter.

Calcium erfüllt eine zentrale Aufgabe. Es sorgt für die Stabilität von Knochen und Zähnen. Kalium steuert den Wassergehalt der Zellen.

Das Spurenelement Eisen erledigt den Job der Bildung von Hämoglobin. Bei Hämoglobin handelt es sich um den Hauptbestandteil von roten Blutkörperchen. Diese sorgen für den Transport von Sauerstoff zu sowohl der Lunge als auch den Muskelzellen. Jod unterstützt die Schilddrüsenfunktion und verhindert eine Unterfunktion, die zur Erkrankung des Hundes führen kann.

Die genaue Menge des jeweiligen Mineralstoffs und Spurenelement pro 100 Gramm kannst Du der Nährwerttabelle entnehmen. Die Werte wurden Vitamine.com entnommen. Wir haben dabei die Werte der Kategorie „Thunfisch roh Fischzuschnitt“ gewählt. Diese Kategorie kannst Du beliebig ändern und die Nährstoffe anderer Zubereitungsarten nachlesen.

Mineralien und Spurenelemente:

Inhaltsstoff Menge je 100 g
Calcium 40 mg
Kalium 363 mg
Magnesium 50 mg
Natrium 43 mg
Phosphor 200 mg
Jod 50.0 μg
Eisen 1000 μg
Zink 80 μg

Doch Thunfisch bietet der Gesundheit Deines Vierbeiners noch viel mehr. Denn der Speisefisch ist reich an den unterschiedlichsten Vitaminen. Dazu gehört zum Beispiel Vitamin D. Dieses ist wichtig für gesunde Knochen und den Knochenstoffwechsel des Hundes.

Wissenswert: Im Vergleich zu uns Menschen können sowohl Hunde als auch Katzen kein Vitamin D3 durch die ultravioletten Sonnenstrahlen produzieren. Die Tiere müssen das Vitamin durch ihre Nahrung aufnehmen.

Neben Vitamin D liefert Thunfisch auch einige B-Vitamine. Diese sind sehr bedeutend für das Nervensystem wie auch den Nervenstoffwechsel des Hundes. Daneben ist die Vitamingruppe gut für die Augen und Muskeln. Dazu steigern die Vitamine den Appetit. Vitamin-B-Mangel erkennt man zum Beispiel daran, dass der Hund weniger Energie hat oder ein fehlendes Interesse am Spielen besitzt.

Doch auch Vitamin A und Vitamin E kann der Hund durch Thunfisch aufnehmen. Vitamin A ist wichtig das Gewebe der Haut und stärkt die Gesundheit der Haut. Doch auch die Augen benötigen Vitamin A, da hierdurch ein Pigment gebildet wird. Hunde, die einen Vitamin-A-Mangel entwickeln, können an Nachtblindheit erkranken.

Vitamin E ist essenziell für Hunde und deren Gesundheit. Dieses unterstützt nicht nur die Wundheilung, sondern auch die allgemeine Leistungsfähigkeit des Tieres. Denn erhält ein Tier zu wenig Vitamin E, wirkt sich das auf die Zellgesundheit aus. Diese Beeinträchtigung führt zur Schwächung des Immunsystems, der Seh- und Muskelkraft wie auch den neurologischen Funktionen [1].

Die genaue Menge des jeweiligen Vitamins pro 100 Gramm kannst Du der Nährwerttabelle entnehmen. Die Werte wurden Vitamine.com entnommen. Wir haben dabei die Werte der Kategorie „Thunfisch roh Fischzuschnitt“ gewählt. Diese Kategorie kannst Du beliebig ändern und die Nährstoffe anderer Zubereitungsarten nachlesen.

Vitamine:

Inhaltsstoff Menge je 100 g
Vitamin A 450 μg
Vitamin D 4.54 μg
Vitamin E 1200 μg
Vitamin B3 8500 μg
Vitamin B6 460 μg
Vitamin B12 4.3 μg

Hund neben einem Napf liegend

In welchen Mengen darf ich meinem Hund Thunfisch geben?

Thunfisch sollte immer nur in Maßen gefüttert werden und von der Verträglichkeit des Hundes abhängig gemacht werden. Bevor Du Thunfisch also groß in den Futterplan des Tieres integrierst, solltest Du darauf achten, ob Dein Hund Thunfisch verträgt als auch mag. Wenn Dein Hund Thunfisch gut verträgt, kannst Du diesem ruhig zwei- bis dreimal Thunfisch mit ins Futter mischen oder Barfen.

Gut zu wissen: Isst Du Sushi mit frischem Thunfisch, darfst Du Deinem Hund ab und zu etwas abgeben. Dabei musst Du nur darauf achten, dass das Sushi nicht weiter gewürzt ist mit Wasabi oder ähnlichem. Wasabi ist nicht gut für die Verdauung Deines Vierbeiners.

Darauf ist bei der Fütterung von Thunfisch zu achten

In erster Linie ist zwischen zwei Arten von Thunfisch zu unterscheiden. Du kannst zwischen rohen Thunfisch als Fischzuschnitt oder Thunfisch aus der Dose wählen. Beides ist für Deinen Hund gut, jedoch besitzt beides seine Vorteile.

Entscheidest Du Dich für frischen Thunfisch, ist dieser reicher an Vitaminen als Dosenthunfisch. Du kannst ihn roh dem Futter zugeben und zum Beispiel im Trocken- oder Nassfutter von Deinem Hund untermischen.

Solltest Du für Deinen Hund Barfen, eignet sich Thunfisch sehr gut für eine ausgewogene, leckere Mahlzeit. Du kannst den Fisch und unterschiedliches Gemüse andünsten. Mag Dein Hund Thunfisch und seinen Geschmack, wird er eine selbst zubereitete Mahlzeit mit dem Fisch lieben.

Tipp: Egal für welche Art von Thunfisch Du Dich entscheidest, achte darauf, dass er frei von Gräten ist oder sehr weiche Gräten besitzt. Bei gekochtem Fisch können die Gräten hart und spitz werden. Hier solltest Du sie auf jeden Fall entfernen.

Roher Thunfisch als Fischzuschnitt kann mit der Zeit sehr kostspielig werden, besonders wenn Du auf eine gute Qualität wert legst. Möchtest Du dem Hund trotzdem ab und zu etwas Thunfisch erlauben, kannst Du auch Dosenthunfisch kaufen. Dieser ist im Vergleich zu frischem Fisch oft salziger und somit minimal ungesunder.

Abhängig von der Größe des Hundes entscheidet sich wie viel salzigen Dosenthunfisch er fressen kann. Kleinere Hunde vertragen nicht so viel Salz und können dann mit einem starken Drang nach Flüssigkeit reagieren. Falls Du also eine kleinere Hunderasse besitzt und diesem Fisch aus der Dose gibst, stelle genug Wasser bereit.

Tipp: Getrocknete Fischhaut oder geräucherter Thunfisch können als Snack oder Belohnung verfüttert werden. Im Vergleich zu Leckerlis sind sie sehr kalorienarm und halten sich lange.

Beim Thunfisch aus der Dose gibt es zwei Arten, wie dieser gelagert wird. Zum einen gibt es Thunfisch im eigenen Saft oder in Öl. Dabei solltest Du immer Thunfisch im eigenen Saft kaufen, besonders wenn Dein Hund zu Übergewicht tendiert. Denn öliger Thunfisch besitzt mehr Kalorien.

Dazu ist Thunfisch im Saft etwas gesünder und ruft im Vergleich zu Thunfisch in Öl meist keine Magenprobleme hervor. Dosenthunfisch in Öl eignet sich jedoch gut für untergewichtige Hunde. Hier aber auch immer nur in Maßen.

Zum Schluss sei noch gesagt, dass Thunfisch leider eine bedrohte Fischart ist. Viele Arten sind potenziell gefährdet und überfischt. Deshalb ist es wichtig nachhaltig mit dem Fisch umzugehen, um ihn vorm Aussterben zu bewahren.

Du musst nicht komplett auf Thunfisch verzichten, jedoch solltest Du auch andere Speisefische als Alternative in Betracht ziehen. Andere Fische, die für Hunde gut sind, sind beispielsweise Hering, Sardellen und Sardinen.

Weiterführende Links und Recherchequellen

Für weitere Informationen zum Thema Fisch in der Hundeernährung schau gerne hier vorbei:

An dieser Stelle haben wir Dir ein Rezept für Hundekekse mit Thunfisch verlinkt. Mit diesem Rezept kannst Du schmackhafte Leckerlis für Deinen Vierbeiner machen.

Greenhero.de: Vitamine und deren Bedeutung für ein gesundes Tierleben

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