Kokosöl für den Hund: Ein wahres Wundermittel

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Kokosnuss für Hunde Ratgeber

Kokosöl hat sich nicht nur in der Küche bewährt. Auch für im Haushalt ist Kokosnussöl ein beliebtes Hausmittel. Vor allem Hundebesitzer schwören auf das Öl der tropischen Frucht. Egal, ob als kleines Geheimnis für glänzendes Fell ist oder als Nahrungsergänzungsmittel im Futter, Kokosöl ist ein wahres Wundermittel für Hunde.

Das Wichtigste in Kürze

Kokosnussöl hat sehr viele gesundheitliche Vorteile für Deinen Hund. Als Beigabe zum Futter oder einmassiert ins Fell bewirkt das Öl Wunder. Beim Kauf solltest Du darauf achten, dass es sich um ein qualitativ hochwertiges, kaltgepresstes Kokosöl handelt. Besonders wichtig ist die darin enthaltene Laurinsäure. Der Gehalt an Laurinsäure sollte mindestens 50 % betragen. Je mehr, desto besser!

Für Deinen Hund gibt es eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. Das Kokosnussöl kannst Du sowohl für äußerliche Anwendungen für glänzendes Fell, als Schutz für die Pfoten oder gegen Zecken nutzen oder als Nahrungsergänzungsmittel das Immunsystem Deines Hundes stärken und somit Krankheiten vorbeugen.

Alles zum Thema Kokosnussöl

Bevor wir mit den gesundheitlichen Vorteilen von Kokosöl anfangen, beginnen wir zuerst mit dem Wundermittel an sich.

Kokosöl als Wundermittel

Kokosnussöl hat viele gesundheitliche Vorteile. Was in dem Öl alles steckt, erklären wir hier.

Was ist Kokosöl?

Kokosöl ist ein pflanzliches Fett, welches aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird. In den letzten Jahren wurde die Nutzung von Kokosöl in der Küche immer beliebter und das nicht ohne Grund. Kokosnuss ist reich an wichtigen Nährstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen.

Hinweis: Kokosnüsse sind nicht, wie der Name fälschlicherweise hergibt, Nüsse. Bei Kokosnüssen handelt es sich um Steinfrüchte.

Bei Raumtemperatur ist Kokosnussöl eine weiß bis gelbliche Masse und erinnert von der Konsistenz an Butter. Wird Kokosöl jedoch erwärmt, wird sie flüssig wie herkömmliches Öl.

Arten von Kokosnussöl

Bei der Suche nach Kokosnussöl bist Du sicherlich auf verschiedene Arten des Kokosfetts gestoßen. Wie sie sich unterscheiden und welche für Deinen Hund geeignet sind, erklären wir Dir hier.

Kaltgepresstes natives Kokosöl

Bei der Herstellung wird das Kokosnussfleisch ohne Wärmezufuhr kaltgepresst. Besonders wichtig ist bei kaltgepresstem Öl, dass das Fruchtfleisch der Kokosnuss direkt verarbeitet wird. Das Öl wurde dementsprechend nicht gebleicht, deodoriert oder entsäuert. Oftmals findest Du auf der Verpackung die Bezeichnung ,,VCO – virgin coconut oil“. Als Resultat bleiben wichtige Geschmacksstoffe, Vitamine und gesättigte Fettsäuren im Öl.

Raffiniertes Kokosöl

Raffiniertes Kokosöl wurde industriell hergestellt. Dafür werden häufig ältere Kokosnüsse verwendet, die getrocknet und bis zu 12 Monate gelagert wurden. Ältere Kokosnüsse ergeben bei der Herstellung zwar mehr Öl, aber besitzen nur noch wenig Geschmack. Bei der Herstellung wird zudem sehr viel Hitze verwendet, die dazu führt, dass viele wichtige Nährstoffe und natürliche Aromen verloren gehen.

Welches Kokosnussöl ist für meinen Hund geeignet?

Bei der großen Auswahl an Kokosnussölen von verschiedenen Herstellern solltest Du für Deinen Hund nur kaltgepresstes Bio Kokosnussöl kaufen. Die schonende Art der Herstellung ohne Verwendung von Hitze sorgt dafür, dass die wichtige Laurinsäure und Vitamin E vorhanden bleiben. Vor allem Laurinsäure ist ein wichtiger Bestandteil im Öl. Die Laurinsäure ist nämlich antibakteriell, antiviral und antimykotisch. Antimykotische Substanzen wirken gegen durch Pilze verursachte Erkrankungen. Der Lauringehalt sollte mindestens 50 % betragen.

Kokosöl für äußerliche Anwendungen: So pflegst Du Fell, Haut, Zähne und Pfoten

Kokosnussöl eignet sich hervorragend für die äußerliche Anwendung am Hund. Darunter zählen das Fell, die Haut, Zähne und die Pfoten.

Fellpflege

Hast Du Dich schon einmal gefragt, wie manche Hunde ein solch glänzendes und seidiges Fell haben können? Wir lüften das Geheimnis. Diese Hundebesitzer verwenden sicherlich Kokosöl. Damit das Fell Deines Vierbeiners auch so strahlen soll, nimmst Du je nach Hundegröße und Fell eine erbsen- bis walnussgroße Menge des Kokosfett in die Handfläche und verreibst es. Dann kannst Du mit dem Öl in das Fell Deines Hundes einmassieren. Als Resultat bekommst Du nicht nur ein Hund mit wunderschönem glänzendem Fell. Der Geruch des Kokosnussöls schützt auch vor Zecken. Weiter unten im Ratgeber erfährst Du mehr darüber. Bei Hunden mit langem Haar kann es vorkommen, dass das Fell schwer kämmbar ist. Durch das Kokosöl wird das Fell wieder geschmeidig, sodass Du ohne Probleme mit der Bürste durch das Fell gehen kannst.

Ein bis zweimal pro Woche reicht vollkommen für die Fellpflege mit dem Kokosnussöl aus.

Tipp: Eine gute und pflegeleichte Alternative ist das flüssige Kokosnussöl in eine Sprühflasche zu füllen. Je nach Bedarf kannst Du das gehärtete Öl kurz erwärmen und danach in das Fell des Hundes sprühen. Auf diese Art und Weise verteilt sich das Kokosöl gleichmäßiger im Fell.
Kokosöl sorgt für glänzendes Fell

Hast Du Dich schon einmal gewundert, warum manche Hunde solch glänzendes Fell haben? Das Geheimnis der Besitzer: Kokosnussöl.

Hautpflege

Wenn Dein Hund an trockener Haut leidet, wund gescheuerte Stellen oder getrocknete OP-Narben hat, dann kann Kokosnussöl dagegen helfen. Die Fettsäuren im Öl haben eine antibakterielle Wirkung und beugen Entzündungen vor. Außerdem kann das Kokosöl die Haut regenerieren, hilft die Haut elastisch zu bleiben und lindert den Juckreiz.

Nimm dazu eine erbsengroße Menge an Öl in die Hand und reibe die betroffene Stelle damit ein. Das Kokosöl kannst Du auch ins Futter geben, sodass es von innen heilend wirkt. Eine kleine Menge im Futter kann bakterielle Infektionen und Entzündungen minimieren. Wie Du Kokosnussöl passend für Deinen Hund dosierst, kannst Du hier nachlesen.

Zahnpflege

Für die Zahnpflege wird Kokosnuss immer öfter verwendet. Auch für Deinen vierbeinigen Freund wirkt Kokosöl förderlich für die Zahngesundheit. Eine kleine Menge Kokosöl in der Hunde-Zahnpasta beseitigt Bakterien im Mund und bekämpft Mundgeruch. Zudem kann das Öl Zahnfleischentzündungen vorbeugen.

Dein Hund kannst Du wie gewohnt die Zähne putzen. Auf langer Sicht kann das Kokosnussöl auch dabei helfen, dass Dein Hund keinen Zahnbelag entwickelt. Zahnprobleme können somit seltener auftauchen.

Pfotenpflege

Gesunde und gepflegte Pfoten sind besonders wichtig für Deinen Hund. Da Hunde im Regelfall keine Schuhe wie wir Menschen tragen müssen ihre Füße sehr viel mitmachen. Damit Du die Pfotenpflege Deines Hundes unterstützen kannst, kannst Du nach dem täglichen Spaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser von Schmutz befreien. Anschließend nimmst Du ein wenig Kokosnussöl, erwärmst diese in Deiner Handfläche und reibst die Ballen der Pfoten damit ein. Das Öl wird in die Haut eindringen und gegen Streusalz, Eis und andere Witterungseinflüsse schützen.

Kokosöl als Nahrungsergänzungsmittel: So hilft Kokosnussöl von innen

Neben äußerlichen Anwendungen kann Kokosnussöl auch ins Futter gegeben werden. Wichtige Mineralstoffe, Aminosäuren, Antioxidantien und Vitamine ergeben eine reiche Quelle an Nährstoffen. Vor allem ältere und geschwächte Hunde können von Kokosnussöl als Nahrungsergänzungsmittel profitieren und ihre Vitalität damit steigern.

Das Öl sorgt für ein ausgewogenes Gleichgewicht in der Darmflora und schützt gegen Würmer. Die antiparasitäre Wirkung des Öls unterstützt neben der Darmflora auch die Abwehrkräfte des Hundes. Damit wird das Immunsystem Deines Hundes gestärkt. Infolgedessen wird Dein Hund optimalerweise seltener krank.

Achtung: Kokosnussöl kannst Du für erste Symptome einer Krankheit und prophylaktisch verwenden. Werden die Symptome bei Deinem Hund jedoch schlimmer, solltest Du unbedingt den nächsten Tierarzt aufsuchen.
Kokosnussöl sorgt für Energie

Mit Kokosnussöl tankt Dein Hund Energie für den ganzen Tag. Ein wenig Kokosöl im Futter sorgt für Wunder.

Wie dosiere ich das Kokosöl?

Wenn Du Kokosnussöl in das Futter Deines vierbeinigen Freundes geben möchtest, ist die Dosierung wichtig. Als Faustregel gilt: Pro Tag 1 ml Kokosöl pro Kilo Körpergewicht. Um die beste Wirkung gegen Krankheiten zu entfalten, solltest Du Dein Hund über mehrere Wochen das Öl verabreichen. Fang beim ersten Mal zuerst mit weniger Öl an und erhöhe die Dosis regelmäßig bis Du die empfohlene Menge erreicht hast.

Beispiel: Wiegt Dein Hund 30 Kilogramm, gibst Du am Tag 30 ml Kokosnussöl in das Futter.

Auch wenn es kein „zu viel Kokosnussöl“ gibt und eine Überdosis keinen großen Schaden anrichtet, solltest Du nur die empfohlene Menge verabreichen. Sonst kann Dein Hund Durchfall bekommen, um die Überdosis an Öl aus dem Körper auszuscheiden.

Achtung: Kokosnussöl hat zwar viele gesunde Eigenschaften, aber das Öl sollte nicht zur tagtäglichen Diät gehören. Ist Dein Hund kerngesund, ist es nicht nötig, jeden Tag eine Portion Kokosöl in das Futter zu geben.

Hunde haben normalerweise kein Problem mit dem Geschmack des Kokosöls, weshalb Du das Öl ohne Bedenken ins Futter mischen kannst.

Kokosöl gegen Parasiten: So hältst Du Zecken und Milben weg

Kokosnussöl ist nicht nur ein Wundermittel, wenn es um die Gesundheit Deines Hundes geht. Auch gegen äußerliche Einflüsse wie Parasiten kann Kokosöl helfen. Wie und warum Kokosnussöl wirkt, erklären wir Dir im nächsten Abschnitt.

Zecken

Jeder Hundebesitzer wird es kennen: Man geht an einem Sommertag mit dem Hund spazieren und findet Zuhause eine Zecke zwischen dem Fell. Kokosnussöl kann hier Abhilfe leisten. Zecken werden von dem Geruch des Kokosöles abgeschreckt, sodass sie sich nicht in die Haut Deines Hundes beißen werden. Dafür musst Du lediglich Kokosnussöl in das Fell Deines Hundes verteilen.

Kokosöl als Mittel gegen Zecken

Kokosnussöl ist eine gute und natürliche Alternative gegen chemische Zeckensprays.

Im Kokosöl steckt Laurinsäure, die Zecken überhaupt nicht mögen. Eine Studie der FU Berlin hat ergeben, dass 81 bis 100 % der Zecken von einer Lösung von 10 % Laurinsäure abschrecken ließen.

Wenn Du diese Studie genauer durchlesen möchtest, ist hier der Link.

Kokosnussöl ist im Vergleich zu Zeckenschutz aus dem Tierhandel komplett natürlich und enthält keine schädlichen Substanzen. Dass Dein Hund Mal am Fell leckt, ist dadurch unbedenklich.

Tipp: So wie Kokosnussöl und der darin enthaltende Laurinsäure Deinen Hund vor Zecken schützt, kann das Öl auch bei Dir fiesen Zeckenbisse vorbeugen. Dafür musst Du nur ein wenig Kokosnussöl auf Deine Haut einmassieren.

Milben

Durch die regelmäßige Pflege des Fells mit Kokosöl kannst Du auch Milben und Flöhe vorbeugen. Solche Ungeziefer mögen den Geruch des Kokosöls nicht, sodass sie sich von Deinem Hund fernbleiben. Ist es jedoch schon zu spät, kann Kokosöl auch hierbei helfe. Die Fettsäuren im Öl greifen die Parasiten an und töten sie.

Achtung: Bei einem starken Befall von Flöhen und Milben sollte dennoch der Arzt aufgesucht werden.

Fazit

Kokosnussöl ist ein kleines Wundermittel im Haushalt. Durch die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten ist Kokosnuss ein Muss für viele Hundebesitzer. Von einem Glas kaltgepresstes, natives Kokosöl können Du und Dein Hund lange Nutzen haben. Egal für glänzendes Fell oder gegen Mundgeruch oder im Futter, um das Immunsystem Deines Hundes zu stärken, das kleine Wundermittel ist ein Allrounder im Hundehaushalt.

 

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